„Es gibt keine Kritik – nur Feedback“ – Wie Du lernst mit Miesmachern umzugehen

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” I WILL NOT LET ANYONE WALK THROUGH MY MIND WITH THEIR DIRTY FEET.”

(Gabrielle Bernstein)

Viele Menschen tendieren dazu, eine Art Hass-Liebe mit den Menschen in ihrem Umfeld zu leben.

Familie, Freunde, Bekannte, Arbeitskollegen, der Chef oder selbst die Leute, die einem noch nie im Leben zuvor begegnet sind – es gibt immer mindestens einen Menschen, der ungefragt und völlig überzogen seinen Senf dazu gibt.

Sie können einerseits die Personen sein, die dir am meisten schmeicheln und Dich mit Komplimenten nur so überschütten, im nächsten Moment setzen sie Dich aber mit ihrem ach-so-gut-gemeintem Rat völlig außer Gefecht, im negativen Sinne versteht sich. Auch wenn sie es womöglich nicht so meinen, wirst Du Dir früher oder später ein dickes Fell zulegen müssen, um dich dadurch nicht unnötigem Stress auszusetzen.

Aussagen wie „Das hat vorher schon keiner geschafft, warum solltest gerade du das schaffen“, „Suche dir doch lieber etwas bodenständiges mit mehr Sicherheiten“ oder auch diverse Vergleiche mit anderen Personen, die so überhaupt nicht Deinem Naturell entsprechen, haben nur dann die Macht dich herunterzuziehen, wenn Du es auch zulässt.

Doch bevor ich Dir nun ein paar Tipps an die Hand gebe, wie Du mit solchen Menschen umgehen kannst, lass mich erst einmal definieren, wen ich mit negativen Menschen überhaupt meine.

Miesmacher und Kritiker sind Menschen, die …

… andere Personen ständig auf etwaige negative Geschehnisse hinweisen.

… immer ein Haar in der Suppe finden.

… Dir immer zuerst erklären, was alles passieren kann, anstatt sich einfach mal mit Dir zu freuen.

… Dir ständig versuchen vorzuschreiben, wie Du dies und jenes handhaben sollst.

… unangebrachte und verletzende Kritik von konstruktiver Kritik nicht unterschieden können.

… sich immer und überall Sorgen machen (unberechtigter Weise).

… in jeder Situation nur Gefahren sehen und sich auch nicht davor scheuen, sie Dir tagtäglich unter die Nase zu reiben.

… nicht fähig sind, anderen Menschen Erfolgsmomente zu gönnen.

… mit ihrem eigenen Leben so dermaßen unzufrieden sind, dass sie lieber andere herunterziehen, als an ihrem eigenen Aufstieg zu arbeiten.

… sich ständig und überall beschweren, meckern und schlechte Laune verbreiten.

… das Wort „Pessimismus“ auf Lebenszeit für sich gepachtet haben.

… noch nie auf positive Ereignisse zurückblicken konnten, weil sie ihr eigenes Glück gar nicht zulassen.

… immer und überall ein „aber“ zum Einsatz bringen.

… ihre Möglichkeiten nie vollkommen ausschöpfen werden, weil sie sich ihren Erfolg ständig selbst blockieren.

… selbst total und absolut kritik-unfähig sind.

… ständig eine Doppelmoral mit sich führen. Sie halten sich nämlich meistens nicht an ihre eigenen tollen Ratschläge und nehmen selbst alles persönlich.

… sich stets und ungefragt in die Angelegenheiten anderer einmischen.

… auch gerne mal die Anonymität des Internets nutzen, weil es ihnen aus Langeweile Spaß macht, andere Leute mit ihren Aussagen zu verletzen.

 

Sich selbst unter Kontrolle zu haben, kann man lernen.

Auf das was andere im Gegenzug tun, hast Du logischerweise (fast nie) einen Einfluss. Das beste was Du also machen kannst, um Dich vor ständigen Miesepetern und Kritikern zu schützen, sind folgende Dinge:

 

Lerne mit Kritik umzugehen – auch wenn sie unberechtigt ist

Es bringt Dir absolut nichts, wenn Du Dich immer wieder Grün und Blau ärgerst, wenn sich jemand das Recht herausnimmt, Dich oder Deine Idee zu kritisieren. Sicher, sie ist nicht immer unberechtigt, aber egal wie, Du musst lernen sie richtig einzuordnen, aber auch mit ihr umzugehen und sie nicht an Dich heranlassen, wenn sie mit der Realität überhaupt nichts zu tun hat.

Entferne Dich von jeglichem Drama

Menschen, die nichts anderes zu tun haben, als sich ständig neue Opfer aussuchen um täglich ihre Dosis Frust abzubauen, werden vor Dir nicht zurückscheuen, wenn Du vor Ihnen stehst. Bevor Du Dich also in Situationen wiederfindest, die Dir nicht gut tun werden, halte Dich von diesen Menschen fern. Du wirst von ihnen nichts erwarten können.

Wenn Du Dich doch irgendwann in der Situation findest, dass Du Dich mit ihnen abgeben musst (zum Beispiel am Arbeitsplatz), dann wähle Deine Worte mit Bedacht und bereite Dich schon mental auf negative Stimmung vor – egal ob sie nun gegen Dich, Dein Projekt oder die allgemeine Situation gehen werden. Der Punkt ist, es wird sich nicht lohnen mit ihnen einen Machtkampf anzuzetteln, sie sehen nur sich und niemanden sonst. Also lächele, Du kannst sie nicht alle töten.

Sag einfach „Danke“!

Ja, sag einfach danke. Was das bringen soll? Nun ja, lass es mich so erklären: Ewige Korinthenkacker, die alles besser wissen und immer für alles den besten und den überhaupt sinnvollsten Rat haben, wollen ja nur eins: das man ihnen zustimmt. Wer sagt denn, dass Du ihren Rat denn auch umsetzen musst?

Indem Du Dich also für ihren Rat bedankst, machst Du ihnen nicht nur klar, dass ihre Worte Dich überhaupt nicht treffen, sondern zeigst auch Reife und machst sie zeitgleich mundtot. Es geht im Endeffekt ja nur darum, dass Du sie aus dem Konzept bringst (damit werden sie nämlich sicher nicht rechnen) und sie bald aufhören mit ihren Ratschlägen um sich zu schmeissen. Also bedanke Dich und suche so schnell wie möglich das Weite, denn weitere Diskussionen werden zu nichts führen. Indem Du Dich nicht weiter auf Wortgefechte einlässt, wirst Du auch Deinem Gemüt einen großen Gefallen tun: Du behältst Deine gute Laune und die Freunde an Deinem Tun.

Achte auf Deine Körpersprache

Die Art wie man seine Gestik und Mimik vor anderen anwendet, trägt viel dazu bei, was andere Leute über Dich denken und wie sie mit Dir umgehen. Menschen mit selbstbewusstem Auftreten werden viel seltener vor den Kopf gestoßen, als Kirchenmäuschen, die sich schüchtern und zerbrechlich geben. Das Leben ist für Miesmacher der reinste Abenteuerspielplatz und wenn sie merken, dass jemand schwächer ist als sie selbst, dann geben sie erstrecht nochmal Vollgas.

Beende das Gespräch

Es soll ja hin und wieder auch mal vorkommen, das man schlecht gelaunt sind und es passiert, dass man uns zum falschen Zeitpunkt auf dem falschen Fuß erwischt. In solchen Momenten ist es immer besser aus der Situation zu gehen um eine dauerhafte Schädigung der Beziehungen zu vermeiden. Verschiebe die Gespräche lieber auf später bevor Du etwas sagst, das Dir später leidtun könnte.

Bleibe positiv und lasse Dich niemals entmutigen

Ich kann Dir gar nicht mehr sagen, wie viel Gegenwind ich für meine Projekte, Vorhaben, Träume oder Pläne in meinem bisherigen Leben bekommen habe. Hätte ich jedesmal auf das gehört, was die anderen mir geraten hätte, wäre ich jetzt an einem ganz anderen Punkt in meinem Leben. Ich hätte nicht so viele sensationelle Lebenserfahrung sammeln können und ich hätte auch viele tolle Orte auf dieser Welt nie gesehen. Positiv bleiben und Selbstvertrauen zu haben sind die zwei mächtigsten Dinge, die dir ein glückliches Leben bescheren können.

 

Ein entscheidender Punkt zur Modifikation meiner Lebenseinstellung war, dass ich aufgehört habe, mir meine Ziele und Träume von anderen schlecht- oder ausreden zu lassen. Ich begann zu realisieren, dass dies mein Leben ist und niemand das Recht hat, meine Träume und Visionen als negativ zu beurteilen.

Niemand. Zumindest nicht, solange ich der Meinung bin, dass es das Richtige für mich ist. Der Punkt ist, Du solltest lernen, Kritik nie als Kritik, sondern stets als Feedback zu sehen. Während Du mit manchem Feedback nichts anfangen kannst, kann das richtige von der richtigen Person tolle Dinge bewirken.

Mehr Tipps wie Du Miesmachern den Wind aus den Segeln nehmen kannst, gibt es hier in meinem kostenlosen E-Book: http://mrsglobalicious.com/e-books/

Über die Autorin:

Foto Portrait Doris

Doris Gross, 29, ist Gründerin von Mrs Globalicious – einem Online-Magazin für Frauen mit Selbstverwirklichungsdrang. Als Bloggerin nimmt sie Frauen an die Hand, die in ihrem Leben noch “etwas reissen” wollen. Die Aussage “Geht nicht” hat sie mittlerweile aus ihrem Wortschatz verbannt. „Früher fand ich hunderte Gründe, die mir die Unmöglichkeit meiner Wünsche vorgaukeln sollten, mittlerweile weiß ich aber, dass Erfolg nichts mit einem prallen Bankkonto zu tun hat, sondern eher damit, dass man sich Glück zugesteht und seine Bedürfnisse ernst nimmt.”

Autorenfoto: Copyright Jolie Photography

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